Samstag, 28. Mai 2016

In heaven no. 219 - Himmelsfeuer

Irgendetwas Gutes muss es ja haben, wenn man bis spät in der Nacht auf Baustellen unterwegs ist. Zumindest dann, wenn die Baustellen ganz oben sind und man von dort einen weiten Blick über die Dächer der Stadt hat und sehen kann, was der Himmel abends so für Ideen hat.




Nein, Fürth hat nicht nur schöne Altbauten. Mittendrin, da steht ein Klotz.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken. 
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Mittwoch, 25. Mai 2016

Noch mehr Wiesenschaum.

Nein, kein Wiesenschaumkraut dieses Mal, aber mindestens genau so schön. Schöner. Zarter und gleichzeitig üppiger, größer, verschwenderischer. Ein duftig weißes Meer bildend, in das ich jedes Jahr so schnell wie möglich eintauchen möchte... da, an der Grenze zwischen zwei Welten. Hier nüchtern gemauerte städtische Wohnnotwendigkeiten und dröhnender Verkehr, dort die dagegen fast flüsternde Friedlichkeit der Natur und endloses Grün. Hier Arbeit, dort Frieden. Dazwischen im Frühling ein filigranes Meer aus Wiesenkerbel unter frühlingsgrünen Bäumen... Tor zwischen Himmel und Hölle.




Eingang zum Fürther Wiesengrund an der Erlanger Straße.
Fürther Wiesengrund, Wiesenkerbel, Grüne Hölle, Fürth, Frühlingsgrün

Samstag, 21. Mai 2016

In heaven No. 218 - Watteberge

Wild wogende Wanderung watteweicher Wolkenberge...



... klingt viel schöner als "Haufenwolken".
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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken. 
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Mittwoch, 18. Mai 2016

Wiesenschaumkraut.

Mit Wiesenschaumkraut habe ich als Kind immer den ersten Blumenstrauß des Jahres gepflückt. Im nahegelegenen Haselgraben wuchs es wie ein Meer, und es sah wirklich so aus, als würde die Wiese rosa Schaumkronen tragen. Unter uns wohnte eine alte Dame, der wir die Blumensträußchen brachten - nicht ganz uneigennützig, denn dafür schenkte sie uns immer eine Mark, die wir sofort im Laden in Süßigkeiten umsetzen. Wiesenschaumkraut war also Währung für uns. Wertvoll ist es mir heute immer noch, wenn auch aus anderen Gründen. Ist Rosa ansonsten eine Farbe, die ich um mich herum nur schwer ertragen kann, liebe ich es auf beschaumkrauteten Wiesen sehr. Hier, in die Natur, da gehört es hin und nur in dieser Form darf es auch bei mir einziehen. Als Schaumkrone für meinen Tisch. 







Ein zweites Krönchen bildet daneben der Kriechende Günsel mit seinem unvergleichlich leuchtendem Königsblau. In der Wiese oft übersehen, bekommt er hier gebührende Aufmerksamkeit.
Und weil ich oft danach gefragt wurde - die Abbildungen der Wiesenblumen stammen aus dem Insel-Bücherei-Band "Das kleine Blumenbuch". Gehüteter Schatz.


Wiesenschaumkraut kann aufgrund seiner enthaltenen Senföle statt Kresse im Salat verwendet werden und gehört außerdem zu den blutreinigenden Heilkräutern.
Der "Schaum" im Namen soll sich von den Schaumzikaden ableiten, die ihre Nester gerne an den Stängeln bauen. Ich glaube das nicht. Wer jemals eine Wiese voller Wiesenschaumkraut gesehen hat, der hat sofort die Assoziation von rosa Schaumwolken...
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Samstag, 14. Mai 2016

In heaven No. 217 - Fürther Muttertagshimmel

Einige von euch haben nach meinem Post zum Muttertag am letzten Sonntag nachgefragt, wie ich selbst diesen Tag denn verbracht habe. Geweckt wurde ich von der Sonne, von geschäftigem kindlichem Rumoren im Wohnzimmer und von Kaffeeduft. Zum Frühstück gab es auf der Wiese gepflückte Blümchen und weiche Eier, dann ein bisschen unvermeidliche Arbeit und anschließend eine gemächliche Radtour durch den im Spätfrühling so unvergleichlich schönen Fürther Wiesengrund unter blitzblauem Himmel und mit diversen Einkehrschwüngen. Der Tag endete mit ein paar Runden Rommé und mit Krimi am Abend. Ein freiwillig vorpubertär diskussionsfreier Bestimmertag für Mama (fast) ohne Müssen, mit Frühstücksservice, nur ein paar Tränen, strahlendem Sonnenschein, Biergarten, Radler, Wiesenblumen, leckerem Eis und schillernden Eisvögeln, gänzlich arbeitsfreiem Take-Away-Essen und viel frischer Luft. So darf der Muttertag gerne jedes Jahr sein, bitte... ich bestelle schon mal vor für nächstes Jahr.



Flussdreieck Fürth - der Zusammenfluß von Rednitz und Pegnitz zur Regnitz. Der beste Platz überhaupt, um Eisvögel und Wasseramseln zu beobachten... Raumfee-Lieblingssitzplatz.




"Cafe Rodelbahn" hinter dem Babylon-Kino im Fürther Stadtpark.


Fürther Rathaus.... mit gegenüberliegender Eisbauchbefüllstation.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
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Donnerstag, 12. Mai 2016

Soloauftritt.




Heute: Soloauftritt für Schlüsselblumen aus der Fränkischen Schweiz.

verlinkt mit: 
Friday-Flowerday bei Helga
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Dienstag, 10. Mai 2016

Was fürs Herz.

In unserer Sprache gibt es sehr viele Redewendungen, die sich um das Herz drehen. "Das geht zu Herzen" sagen wir, wenn uns etwas ganz tief berührt und wir geben auch von Herzen, wenn wir einem anderen eine Freude machen möchten. Wenn wir mutig sind, obwohl wir eigentlich Angst haben, dann fassen wir uns ein Herz oder nehmen es in die Hand, auch wenn es uns vorher bereits in die Hose gerutscht war. Eine Mensch, der spontan ausspricht was er denkt und fühlt, der trägt sein Herz auf der Zunge und wir schütten unser Herz aus, wenn wir einem anderen unsere innersten Gefühle offenbaren, wir öffnen es für jemanden und hören im besten Fall darauf.  Wenn wir einen anderen Menschen ins Herz schließen, dann verschenken wir es dabei manchmal sogar. Mag der andere es aber nicht wirklich haben oder tritt es mit Füßen, dann bricht er uns das Herz, wenn er selbst ein Herz aus Stein und nicht aus Gold hat. Wir verlieren unser Herz, erobern andere im Sturm und haben im besten Fall ein großes und das am rechten Fleck. Steine fallen uns vom Herzen, wenn wir Grund haben, erleichtert zu sein - was bedeutet, dass dort ebenso gut viele Steine als große Last liegen können, wenn wir etwas auf dem Herzen haben. 



Unser Herz ist nicht nur neben dem Gehirn das meistbeschäftigte und lebenswichtigste Organ in unserem Körper, sondern spielt auch in absolut all unseren Gefühlen und Entscheidungen eine tragende Rolle - bei allem was empfinden, was wir tun und auch bei dem, was wir unterlassen. Beim einen mehr, beim anderen weniger - je nachdem ob Gold oder Stein. Welches Herz gerät da nicht bisweilen unter Druck und kann ein bisschen Stärkung gebrauchen...



Es gibt nichts, wofür der Hergott nicht ein Kraut hätte wachsen lassen, sagt ein altes Sprichwort. Der Weißdorn steht gerade an allen Wald- und Feldrändern in voller Blüte und ist schon von weitem an seinem charakteristischen Duft erkennbar. Schon seit vielen Jahrhunderten findet man Weißdorn traditionell in Heilmitteln zur Herzstärkung, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, gegen Angina Pectoris, hohen oder niedrigen Blutdruck und gegen Durchblutungsstörungen.
Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe (oligomere Proanthocyanidine und Crataegussäure) soll er beruhigend, durchblutungsfördernd und gefäßerweiternd wirken, den Herzschlag gleichmäßiger machen und den Blutdruck senken.

Natürlich kann man Weißdorntinktur auch einfach in der Apotheke kaufen. Man kann Weißdorn auch als homöopathisches Mittel unter seinem lateinischen Namen Crataegus als Globulis anwenden oder Tee aus Blättern und Blüten kochen. Da die Weißdorn-Tinktur allerdings auch sehr leicht selbst anzusetzen ist, kann man sie auch einfach selbst herstellen.

Weißdorn-Tinktur

Eine Flasche zu 2/3 mit sauberen Weißdornblüten, -knospen und jungen Blättern füllen. Mit hochprozentigem Alkohol (z.B. Doppelkorn) auffüllen, fest verschließen und für 6 Wochen ziehen lassen. Ab und zu schütteln und nicht wundern - die Tinktur wird innerhalb weniger Tage dunkelrot. Nach der Reifezeit die Tinktur abseihen, in eine Flasche mit Tropfverschluß (Apotheke) umfüllen und an einem dunkler Ort aufbewahren.
Laut unterschiedlicher Heilkräuterbücher sollen 3x täglich 10 - 50 Tropfen eingenommen werden, um eine herzstärkende und blutdruckregulierende Wirkung zu erzielen. Ich habe mit 3x täglich 1 Teelöffel (entspricht ca. 30 Tropfen) gute Erfahrungen gemacht.

Wer sich seine Medikamente nicht selber brauchen möchte, der kann die aromatischen Weißdornblüten auch einfach unter den Salat mischen - dekorativ und sehr lecker.

Weil ich das schreiben muß:
Ich habe die Tinktur für mich selbst hergestellt und erteile damit keinerlei medizinische Beratung oder Empfehlung, sondern verweise lediglich auf die tradierte Anwendung von Weißdorn zur Herzstärkung und die überlieferte Herstellungsmethode einer Weißdorn-Tinktur. Wer immer das gerne nachmachen möchte, tut dies auf eines Gefahr. Mit ernsthaften Herzbeschwerden wendet ihr euch bitte an einen Kardiologen.
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Sonntag, 8. Mai 2016

Muttertag.

Jedes Jahr an diesem einen Sonntag im Mai kommt der Tag, dem Kinder und Mütter entweder gelassen, vorfreudig, ängstlich, genervt oder mit der Erwartung einer tiefen Enttäuschung entgegensehen. Kleine Kinder fiebern dem Muttertag noch entgegen, um ihrer Mama endlich die selbstgebastelten Geschenke und ein Blumensträußchen übergegeben zu können. Werden die Kinder dann größer und gehen ihrer eigenen Wege, dann ignorieren viele diesen Tag komplett, so wie sie ihre Mutter als Mensch und das was sie jeden Tag leistet ignorieren oder sie sind schon im Vorfeld des Muttertages genervt, dass sie ihren wertvollen Sonntag mit ihrer Mutter beim langweiligen Kaffeekränzchen verbringen müssen, besorgen davor noch hastig an der Tanke ein paar scheußlich zusammengestellte Blumen in Plastik, sind bemüht nett und froh, wenn der Tag möglichst schnell vorbei ist.


Für Mütter ist dieser Tag oft eher schwierig als ungetrübt glücklich.
Es gibt die wenigen Mütter, für die der Muttertag völlig unerheblich ist, weil sie in ihrem täglichen Leben als Mama so viel Anerkennung von ihren Kindern und deren Vater bekommen, dass es ihnen albern erscheint, an diesem einen Tag für das gefeiert zu werden, was sie tagtäglich leisten, denn schließlich wissen das alle jeden Tag zu schätzen. Dann gibt es die Mütter, die sich auf diesen Tag freuen, weil sie wissen, ihre Kinder werden sie mit Blumen überraschen und den Tag zu etwas ganz Besonderem für sie machen. Es gibt die, die jedes Jahr ängstlich darauf hoffen, ihre Kinder wenigstens an diesem Tag sehen und mit ihnen den Tag verbringen zu dürfen, weil das ihre Illusion aufrecht erhält, dass sie ihren Kindern weiterhin wichtig wären. Und dann sind da die Mütter, die schon Wochen vor diesen Tag traurig sind, weil sie genau wissen, dass ihre Kinder den Muttertag komplett ignorieren werden, so wie sie ihre Anrufe entweder genervt entgegennehmen und schnell abwürgen, oder sie auf dem AB ignorieren. Und dann sind da noch die Mütter, deren Kinder nicht mehr am Leben sind.




Für alle Mütter außer den ersten sind heute alle Blumen, die sich auf dieser Wiese ausbreiten. Kein liebloser Tankstellenstrauß, kein Blumenstöckchen und vor allem keine nicht geschenkten Blumen, sondern ein großes Blumenmeer, soweit das Auge reicht. Vergissmeinnicht und Schlüsselblumen, Gänseblümchen und Steinbrech, Wiesenschaumkraut und Günsel, Butterblumen und Löwenzahn und vor allem ganz, ganz viele Kirschblüten.



Diese Blumenwiese ist für alle Mütter...

... die sich tagtäglich aufreiben zwischen den drei Vollzeitjobs Beruf, Kinder und Haushalt. 
... die ständig unter schlechtem Gewissen leiden, weil sie glauben, keinem davon gerecht zu werden.
... die ihren Männern den Rücken freihalten, indem sie sich zuhause um wirklich alles kümmern. 
... die ihre Kinder alleine aufziehen und ernähren müssen. 
... die unzählige Male nachts wegen der Kinder aufstehen, ohne sich zu beklagen.
... die jahrelang mit maximal 5 Stunden Schlaf pro Nacht auskommen.
... die ihre eigenen Bedürfnisse viele Jahre immer hinter die ihrer Kinder zurückstellen.
... die Trotzanfälle von Kleinkindern und die Zurückweisung und Launen von Teenagern aushalten.
... die ihre Kinder trotzdem lieben, auch wenn sie faule, respektlose und narzisstische Kröten sind.
... die jede Zeichnung und Bastelarbeit ihrer Kinder aufbewahren, auch die furchtbar hässlichen.
... die brav zu unzähligen Elternabenden gehen, obwohl eine Wurzelbehandlung angenehmer wäre.
... die wertvolle Lebenszeit damit verbringen, Lateinvokabeln und Formeln mit ihren Kindern zu üben.
... die ihre Kinder mit Zähnen und Klauen verteidigen und ihr Leben für sie geben würden.
... die von ihren längst erwachsenen Kindern immer noch dafür verantwortlich gemacht werden, dass
    sie ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen. 
... die sich mit großen Schuldgefühlen quälen, weil ihre Kinder auf die schiefe Bahn geraten sind. 
... denen nie vergeben wird.
... die nach ihren Kindern auch noch ihre Enkel aufziehen, damit deren Eltern arbeiten gehen können. 
... deren Kinder immer genervt reagieren, wenn sie anfufen.
... die in den Augen ihrer Kinder an allem schuld sind.
... die nie ein Danke hören und Anerkennung erfahren.
... deren Lebenserfahrung und Rat nicht wertgeschätzt wird.
... die selbst keine liebevolle Kindheit hatten und trotzdem ihren Kindern Liebe schenken.
... die immer ihr Bestes gegeben haben, mit den Mitteln, die sie zur Verfügung hatten.
... deren Kinder sich nie melden.
... die heute traurig alleine zuhause sitzen.
... die ihre Kinder in einem Krieg großziehen müssen.
... die ihre Kinder beerdigen mussten.
... die nicht mehr unter uns sind. 

All diese Mütter haben ein Meer aus Blumen verdient. Und Schmetteringe oben drauf.
Das ist heute für euch.





Für meine Mama. 




Obstbaumwiesen bei Pretzfeld . Fränkische Schweiz
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