Dienstag, 31. März 2015

Zarte Umtriebe.

Momentan lässt mir der Alltag leider nur minimale Spielräume für schöne Dinge abseits der Notwendigkeiten. Schnell ein paar Zweige hier geholt, ein paar Eier da gebogen, um etwas Frühling ins Zuhause zu holen... das muss dieses Jahr reichen. Auch die postalischen Frühlingsgrüße werden dieses Jahr wohl in Summe ausfallen müssen, weil die Tage zwar kontinuierlich länger werden, aber trotzdem einfach zu wenige Stunden haben. Ein paar wenige Karten gibt es dann aber doch als Nachfolger des zerknüllten Hasen vom letzten Jahr, verknüpft mit der Hoffnung auf funktionierende Symbolik, so dass die zarten Triebe sich ausstrecken und im Laufe des Jahres gedeihen und Früchte tragen mögen... dann bliebe mir hoffentlich wieder etwas mehr Raum für Herzensdinge.




So hab ich´s gemacht:

Ecrufarbenen Fotokarton auf Postkartenformat zurechtschneiden. Mit Bleistift einen zarten Zweig aufzeichnen und mit einem Skalpell (Bastelbedarf) freihand Blätter an den Enden der Verzweigungen ausschneiden, dabei am Stielansatz nicht ganz durchtrennen.
Karten umdrehen, die Rückseite mit Bastelkleber einstreichen und dabei die Blätter aussparen. Eine Seite aus einem alten Buch (hier ein Pflanzenbuch) auf die Kartenrückseite aufkleben und vor allem an den Rändern gut feststreichen. Die Karte wieder umdrehen und den Buchseitenüberstand mit Cutter und Lineal abschneiden.
Wenn der Kleber ganz durchgetrocknet ist, die Karte wieder umdrehen und ein Stück ecrufarbenes Tonpapier, ringsum 1cm kleiner als die Karte selbst, auf die Buchseite kleben. Darauf kann jetzt geschrieben werden.
Dann die Karte wieder umdrehen, die Blätter etwas aus der Karte herausbiegen... und verschenken. Zum Verschicken sollte sie allerdings in einem Umschlag gesteckt werden, damit die Blätter nach dem Versand auch noch vorhanden sind.







Eigentlich ist schlechtes Wetter in den Ferien ganz schön frustrierend. Wenn aber nur das Kind Ferien hat und man selbst nicht, dann ist diese Tatsache durch Sturm, Kälte und Regen doch etwas leichter zu ertragen, als wenn vor dem Fenster die Frühlingssonne locken und schmeicheln würde. Zu Ostern dann aber bitte doch, ja?

Mehr Österliches von mir findet ihr > hier, mehr Upcycling-Ideen > dort

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Montag, 30. März 2015

Restekiste . Was vom März so übrigblieb

Bildlich. Manches Unbildliche war eindrücklicher, eher weniger erfreulich und wird mich auch das restliche Jahr noch beschäftigen. Oder sieben. In einem Monat überwiegen positive Überraschungen, im anderen eher die negativen. So ist das. Aussuchen kann man es sich in den seltensten Fällen, man muss nur so oder so einen Weg finden, damit umzugehen. Eine unendliche Lebensaufgabe, die man auch seinen Kindern vermitteln muss. Von manchen Herausforderungen und Menschen kann man viel lernen, da lohnt es sich ganz viel Herzblut und Energie zu investieren, manche Herausforderungen muss man einfach abarbeiten, weil sie notwendig sind und manche Themen und auch Menschen sollte man umgehen oder wenn nicht möglich aushalten, sich seinen Teil denken und darauf hoffen, dass sie baldmöglichst schadlos vorbeigehen, weil sie weder Herzblut noch Energie wert sind. Kann man Resilienz bewusst lernen? Man tut gut daran.

Trödel auf den Grund gehen.



Kindlichen Zahnbösewicht besiegen.

Zu Dachkatzen aufblicken.
Zum Frühlingsgrün auch.

Badelust optisch ausleben.
Fürther Sonnenfinsternis verfolgen.

Blaumeisengezwitscher zuhören.
Hintersupermarktlichen Raucherknast entdecken.
Baumliche Plüschkätzchen streicheln.

Jeden Monat zeige ich in dieser Rubrik Fotos, die es nicht in einen eigenen Post geschafft haben, die es aber trotzdem wert sind, noch einen kleinen Auftritt hier zu bekommen.
Die Restekisten der vergangenen Monate findet ihr > hier.
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Samstag, 28. März 2015

In heaven No. 158 - Bessermenschen

Wenn einhundertfünfzig Menschen bei einer Naturkatastrophe sterben, macht mich das betroffen. Wenn einhundertfünfzig Menschen bei einem Unfall sterben, macht mich das betroffener. Wenn einhundertfünfzig Menschen womöglich sogar einem Homizid-Suizid zum Opfer gefallen sind, trifft mich das noch um ein vielfaches mehr. Es macht mich betroffener, wenn Kinder sterben, als wenn es Erwachsene sind. Es macht mich betroffener, wenn hundertfünfzig Menschen bei einem Flugzeugunglück in Europa sterben, als bei einem in Asien. Es macht mich betroffener, wenn ich die Städte des Start- und Zielflughafens auch schon besucht habe, auf der Strecke oder mit dieser Fluggesellschaft auch schon geflogen bin, als wenn das nicht so wäre. Einhundertfünfzig bei einem Flugzeugunglück in Frankreich getötete Menschen, von denen viele Deutsche, darunter viele Kinder waren, treffen mich emotional mehr, als einhundertfünfzig an Ebola gestorbene Afrikaner, oder einhundertfünfzig Kriegsopfer im Nahen Osten. Und ich schäme mich kein bisschen dafür.

Es ist noch nicht lange her, da fragte mich jemand, ob es Dinge im Netz gäbe, die mich so richtig grillig machen würden. Ja, es gibt eine Sache, absehen von unhöflichem, respektlosem Benehmen, die mich mehr als grillig macht, die mich sogar stinkwütend macht: Zeigefingerakrobaten*. Selbsternannte Bessermenschen, die meinen, sie hätten die ultimative Wahrheit und Moral gepachtet und müssten andere permanent darüber belehren, wie sie zu fühlen, zu glauben, zu essen, zu trauern und sich generell moralisch richtig zu verhalten hätten. Menschen mit übersteigertem moralischem Sendungsbewusstsein, die sich selbst als systemkritisch bezeichnen und für ethisch höher entwickelt halten, denen aber jegliche Toleranz und Empathie für Andersdenkende, Andersglaubende und Andersfühlende abgeht und die der irrigen Meinung unterliegen, sie könnten die absolute Wahrheit, vor allem im ethischen Bereich, für sich beanspruchen. 
Momentan sind das für mich vor allem diejenigen, die von dem Flugzeugunglück in Frankreich zutiefst Betroffene als Betroffenheitsheuchler bezeichnen, wo doch täglich weltweit tausende Kinder verhungern, tausende Menschen in Kriegsgebieten und im Straßenverkehr getötet werden, ohne dass man deren Familien sein Mitgefühl aussprechen würde. Als gäbe es ein ultimatives, unumstößliches Betroffenheitsranking*, das sich ausschließlich auf die Zahl der Toten gründet und woraus sich auf den gefälligst aufzubringenden Betroffenheitsumfang schließen ließe. Wenn ich diese Kommentare in Medien wie der taz und unter fast jedem Presseartikel und Social Media-Beitrag zum Flugzeugunglück lese, dann werde ich nicht nur grillig, sondern mir wird schlecht von so viel Überheblichkeit.

Würde sich jeder Mensch von jedem Tod auf dieser Welt in gleichem Maße betroffen fühlen, dann wäre die Menschheit schon lange an den Folgen kollektiver Depression ausgestorben. Die Genetik hat es deshalb aus gutem Grund so eingerichtet, dass wir emotional selektiv fühlen und betroffen sind, je näher uns Menschen stehen, je näher uns ein Ereignis faktisch und räumlich ist und je wahrscheinlicher es ist, dass uns und den Menschen die wir lieben theoretisch etwas Ähnliches zustoßen könnte. 
Dass einem der Tod eines Kindes "näher" geht als der eines Erwachsenen, der eines Familienmitglieds näher als der eines Freundes und dieser näher als der eines Nachbarn, jener wiederum näher als der eines Menschen aus der selben Stadt, dieser näher als der eines Menschen am anderen Ende Deutschlands, dieser näher als der Tod eines anderen Europäers und der Tod eines Europäers näher als der eines Menschen auf einem anderen Kontinent hat nichts damit zu tun, das man das Leben des einen Menschen für wertvoller hält als das eines anderen, sondern einfach damit, dass er einem in unterschiedlichen Aspekten "näher" ist. 
Wo es über Jahrmillionen überlebensnotwendig war, die eigenen Sippe zu beschützen und für deren Überleben, Wohlergehen und Fortbestand zu sorgen, war es auch schon immer überlebensnotwendig, sich dafür den Menschen im eigenen engen und weiteren Umfeld emotional viel näher zu fühlen als Wildfremden. Dass dieses Gefühl der emotionalen Erschütterbarkeit mit der geografischen Distanz ebenso abnimmt wie mit sich reduzierenden gemeinsamen Schnittmengen, ist völlig natürlich und auch wichtig, um das eigene emotionale Überleben zu sichern. Fakten und Berichterstattung sind im besten Fall objektiv, Gefühle und Betroffenheit sind das niemals, können das niemals sein.
Wer fordert, das Maß der Betroffenheit müsse sich allein proportional zu der Menge der Opfer entwickeln, um moralisch zulässig und tadellos zu sein, der hat meiner Meinung nach weder das Wesen von Moral und Ethik, noch die Funktionsweise von Emotionen, Empathie und auch nicht den Mensch an sich verstanden.

Ein wegen kritischer Äußerungen zu Folter und jahrzehntelanger Haft verurteilter saudischer Blogger, der dreifacher Vater ist, macht mich betroffener als ein zu gleicher Strafe verurteilter  saudischer Dieb, der keine Kinder hat. Weil ich für das Recht auf freie Meinungsäußerung eintrete, weil ich Bloggerin und Mutter bin.
Die Vorstellung des Leids der Eltern, die ihre Kinder bei diesem grausamen Flugzeugunglück in Frankreich verloren haben, nimmt mich mehr mit als die Vorstellung des Leids der Menschen, die einen Freund bei einem Flugzeugunglück in Asien verloren haben... weil mir Deutschland und Europa näher sind als Asien und ich noch nie in Asien war... weil ich als Mutter weiß, dass der Tod eines Kindes das größte vorstellbare Leid ist, das Eltern wiederfahren kann... weil ich selbst mehrfach in Barcelona war, in den französischen Alpen und in Düsseldorf... weil ich auch schon mit dieser Fluglinie durch Europa geflogen bin... weil ich selbst schon einen Notfall-Sinkflug mit Todesangst erleben musste... weil ich selbst in der Schule einen Spanischkurs belegt hatte... weil die Schule meines Sohnes auch Schüleraustausch mit europäischen Partnerstädten betreibt... weil es auch mein Sohn hätte sein können, wäre er ein paar Jahre älter... und weil ich vor einigen Jahren das unvorstellbare Leid einer Mutter hautnah erleben musste, die sich nach einem Autounfall über ihre drei toten Kinder warf. Diesen unheimlichen Schrei des tiefsten, dunkelsten, maximal möglichen Leids vergisst man sein ganzes Leben lang nicht mehr, vor allem nicht, wenn man selbst Kinder hat.
Weil ich unterschiedlich viele und große Schnittmengen und emotionale Berührungspunkte mit anderen Menschen habe, berührt mich ihr Leid auch mehr oder weniger und deshalb erlaube ich mir auch, vom Leid und Tod des einen betroffeer zu sein als von dem eines anderen, ohne den Wert des einen Lebens höher zu stellen, als den eines anderen.
Wer meint, sich darüber moralisch erheben zu müssen, muß sich meinen Vorwurf der empathielosen Arroganz gefallen lassen.

Meine Gedanken sind in diesen Tagen bei all den Eltern, deren Kinder nie mehr nach Hause kommen werden, bei all den Kindern, die ihre Eltern nie mehr wiedersehen werden und bei all den Brüdern, Schwestern, Großeltern, Enkeln und Freunden der Opfer.  May they rest in heaven.
Meine Gedanken sind auch bei den Bergungsmannschaften, den vielen Helfern vorort, den Gerichtsmedizinern und psychologischen Betreuern, deren Arbeit so unverzichtbar wie emotional belastend ist.
Meine Gedanken sind auch bei meinem Vater, der heute vor zwei Jahren starb und wenigstens davor 78 Jahre lang ein Leben leben durfte.

*Ein Dank an den Journalisten Michael Hufnagl für die Begriffe "Zeigefingerakrobaten" und "Betroffenheitsranking", die aus seinem bemerkenswerten Artikel "Das Monster der Betroffenheit" stammen, über den ich bei der Recherche für meinen heutigen Post zu diesem Thema gestolpert bin.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel, seine Gedanken und den entsprechenden Post hier zu verlinken.

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Donnerstag, 26. März 2015

Lila.

Als Boudoir [bu'dwa:R] bezeichnet man einen Raum, in den sich eine Dame vornehm zurückziehen kann. Plüschig, extravagant, ein bisschen aufgedonnert, poliert metallisch und samtig lila. Orchideen überall. Eine Dame mit dramatischem Make-Up und großer Frisur, gewandet in fliessenden Satin, lasziv hingegossen auf einem samtenen Divan ruhend und sich etwas gelangweilt die Nase pudernd. Ein bisschen Dekadenz, am Champagnerglas nippend. Lila... verbindet sich für mich in meinem Kopf neben Burgunderrot wie keine andere Farbe mit dem Begriff "Boudoir." Dekadenz hat für mich Wände, bespannt mit lila Damast. Vermutet wird, dass das Wort "Lila" aus dem Sanskrit stammt (लीला), wo es Spiel & Vergnügen bedeutet. Weibliches Spiel... das kommt meinem Film im Kopf doch ziemlich nahe. 


Lila... ist eine der wichtigsten Farben der christlichen Lithurgie und wird unter anderem als Sinnbild für Übergang & Wandlung in den Buß- und Fastenzeiten vor Ostern und Weihnachten und an Allerseelen verwendet, war traditionell Farbe der Bischöfe und Kardinäle und wurde deshalb immer auch mit Würde assoziiert.

Lila... stand bei den mittellaterlichen Mystikern für die Verbindung der körperlichen Welt (repräsentiert durch die Farbe Rot) mit der geistigen Welt, dem Himmel (repräsentiert durch die Farbe Blau). Farbe der Vereinigung, Verschmelzung, des Einswerdens, des auf eine höhere Ebene Gelangens.

Lila... gilt als Farbe des Feminismus und dessen Kampf um Gleichberechtigung und gleichzeitig als Farbe der sexuellen Frustration. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Lila... gilt in der Farbpsychologie nicht nur als geheimnisvolle, magische, mystische und meditative Farbe, sondern auch als die Farbe des Geistes und der Spiritualität, die seelisches Gleichgewicht, geistige Reinigung, Hirnaktivität und spirituelle Vertiefung fördert. Extravagant, individualistisch, gefühlsbetont, bisweilen aber auch unentschieden, nicht warm, nicht kalt, melancholisch, leidvoll und neurotisch.

Lila... ist, rein nach der Farbenlehre, die Mischfarbe aus Blau und Rot und die Komplementärfarbe zu Gelb, da diese dem Lila auf dem Farbkreis genau gegenüber liegt. Maximaler Kontrast und die maximale gegenseitige Bestärkung.


Lila... und Gelb sind zwei der Farben, die sich weder in meiner Wohnung, noch in meinem Kleiderschrank finden. Farben, denen ich mich nicht nahe, nicht verbunden fühle, die ich in meinem Zuhause nicht um mich haben möchte und die für mich und mein persönliches Farbempfinden in die Natur gehören und zwar ausschließlich, es sei denn, man setzt sie bewusst expressiv und dramatisch ein. In reiner Form mag ich persönlich beide Formen also nur an den Blumen wirklich, wo sie sich dann auch in verschwenderischer Frühlingsfülle entfalten dürfen und ich sie gerne betrachte... aber nicht mit nach Hause nehme.



Dekadenz & Verzicht, Vergnügen & Buße, Würde & Extravaganz, seelisches Gleichgewicht & Neurotik... all das kann Lila also symbolisieren. Eine polarisierende Farbe, eine Farbe der extremsten Gegensätze - in uns... und außerhalb.
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Dienstag, 24. März 2015

Die Tante bastelt für Ostern.

Gibt es sprachliche Formulierungen, die auch euch höchst befremdlich erscheinen, oder euch die Nackenhaare aufstellen? Als Freundin von Worten und Sprache zucke ich öfters mal zusammen, wenn jemand Formulierungen benutzt wie "Schau mal, was die Tante da macht."... wenn es sich bei nämlicher Person nicht um die Tante des angesprochenen Kindes handelt. Automatisch frage ich mich dann immer, warum man Kindern Glauben machen will, fremde Frauen wären ihre Tanten. Oder Onkel. Oder alle Frauen und Männer, mit denen sie nicht verwandt sind, wären Tanten oder Onkel. Ist das nicht paradox in sich? Wenn die Mitarbeiterin der Krankenhausküche damals meinen Vater täglch fragte "Was wollen wir denn heute essen?", dann musste ich mich immer sehr beherrschen sie nicht zu fragen, wie sie zu dieser Kumpanei mit meinem ihr fremden Vater kommt, so dass sie ungefragt ein einheitliches Essduo mit ihm bilden wollte.
Für mich ist es eine Frage des Respekts vor anderen Menschen, sie als autonome, gleichwürdige Personen in ihrer Position - in jeder Position - wahrzunehmen. Mir fremde, erwachsene Menschen, egal welcher Nationalität, duze ich nicht ungefragt und ich bin keine Tante fremder Kinder. Die Tante bastelt also nicht für Ostern - ich bastle für Ostern. Gerne tue ich das, nur dieses Jahr bin ich abgesehen von meinen WirEiern noch nicht dazu gekommen, weil hier noch ganz unösterliche Dinge anstehen, die getan werden wollen. Aber da gibt es ja auch schon so einige Osterprojekte aus den vergangenen Jahren und falls jemand noch auf der Suche nach Inspiration ist, ist ja vielleicht hier schon mal etwas dabei. Ein Klick auf den Namen führt euch zum entsprechenden Post...


 


















Dieses Jahr gibt es also Drahteier an Ostern und dann noch... mal sehen... vielleicht die recycelten Hasen auf den Kerzenleuchtern dazu? Oder ein paar Schwalben und Buchfinken in Nestern? Oder...
Und Ihr? Benutzt Ihr an Ostern traditionellen Osterschmuck, den Ihr jedes Jahr wieder hervorholt, oder soll es jedes Jahr anders aussehen?

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Eine Frage in eigener Sache an die Österreicherinnen unter euch: Könnte mir wohl jemand ein Exemplar der am 27.03. erscheinenden österreichischen WOMAN mit Osterbeilage besorgen und zuschicken - natürlich gegen Unkostenerstattung? Dann meldet euch doch bitte per Mail bei mir.

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