Samstag, 14. April 2018

In heaven No. 287 - mein Frühling

Ganz ungewöhnlich farbitensive Bilder gibt es heute bei mir zu sehen. Liegt mir doch sonst auch in den Farbwelten das Unbunte und das Monochrome viel mehr, vor allem wenn es um die Gestaltung von Innenräumen geht, liebe ich im Frühling die Farben da draußen ja um so mehr. Saubergewaschen vom Aprilregen und aufgemotzt von der strahlenden Frühlingssonne protzen die Farben gerade nur so, strahlen Lebenslust und Freude aus. Der Himmel gibt an Blau, was er kann und jede Pflanze, jede Blume, jeder Baum tut was er kann, um aufzufallen und dem Sonnenlicht entgegenzustreben - so wie auch die Menschen, die es endlich wieder aus ihren Wohnungen treibt, um ihre Glieder auszuschütteln,  ihre Gesichter in die Sonne zu halten und ihren Kaffee entspannt draußen im Park zu trinken. Ich liebe den Frühling in meinem Fürth.

















Stadtpark Fürth 

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder,die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

Leider hab ich wohl gestern die falsche Zeit für die Veröffentlichung voreingestellt ...
*räusper* ...
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Samstag, 7. April 2018

In heaven No. 286 - Aprilstunk

In den letzten Tagen hat der April seinem namen alle Ehre gemacht und beglückte uns hier mit halbstündlichen, fliegenden Wechseln zwischen strahlendem Sonnenschein, Hagel, Sonne, Regen, Sonne, Schnee, Sonne, Grollen, Sintflut, Sonne. Begleitet wurde das Ganze von bedrohlichen Himmeln, die die gerade noch sonnendurchflutete Stadt im Handumdrehen in Finsternis tauchten. Kein Wunder, dass die Menschen früher, als sie noch wenig über das Wetter und physikalische Zusammenhänge wussten, davon ausgingen, hier würden die Götter gegen die sündigen Menschen zürnen.
Dabei ringt im April der Frühling nur den Winter nieder. Dieses launenhafte Wetter liegt nämlich daran, dass sich die Luft über Südeuropa und Afrika durch die dortige höhere Sonnenintensität bereits viel stärker erwärmt als über Nordeuropa und dem nördlichen Meer. Solche extremen Temperatur-unterschiede mag die Luft aber nicht wirklich, weshalb sie versucht, sie ziemlich genau in der Mitte auszugleichen - und dieses "ziemlich genau in der MItte", befindet sich zufällig ziemlich genau über uns in Mitteleuropa. Die kalte, feuchte und damit schwerere Luft des Nordens wird erwärmt, steigt dadurch auf und bildet Wolken. Oben befindert sich die warme, trockene und somit leichtere Luft aus dem Süden, die durch das Abkühlen absinkt und die enstandenen Wolken dabei wieder auflöst. 






Eigentlich ist das launische Aprilwetter also nichts anderes als das Ringen der zwei ewigen Gegensätze - Sommer und Winter, warm und kalt, hell und dunkel, oben und unten, Gut und Böse, Yin und Yang. Gibt es keine Ausgeglichenheit und Harmonie zwischen polar einander entgegengesetzten und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien, dann gibt es Stunk. Aprilstunk.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder,die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
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Donnerstag, 5. April 2018

Unministrierte Heimatliebe.

Soweit ich mich zurückerinnern kann, war ich immer sehr dankbar, zufällig in Deutschland geboren worden zu zu sein, noch dazu in die längste bisher dagewesene kriegslose Zeit unserer Geschichte. Was für ein Glücksfall. Soweit ich mich zurückerinnern kann, fühlte ich mich meiner Heimat Franken auch schon immer ganz besonders verbunden und fühle ich mich auch fest verwurzelt in Bayern - vom Thüringer Wald im Norden bis zum Main im Westen, zur Tschechei im Osten und den Alpen im Süden. Landschaften, Traditionen, historische Baukunst auf dem Land und in der Stadt und auch der besondere bayerische und noch speziellere mittelfränkische Querkopf und Humor liegen mir am Herzen. Ich schätze meine Heimat schon immer, weil ich in Sicherheit und satt in ihr aufwachsen durfte, weil ich aus ihr heraus gewachsen und in ihr verwurzelt bin und mir fällt absolut nichts und niemand ein, der mir meine Heimat und die Traditionen und auch Werte, mit denen ich hier und in meiner Familie großgeworden bin, wegnehmen, zerstören oder streitig machen könnte. 







Heimat, Traditionen und Werte sind lebendig in den Menschen, die sie leben - so auch in mir. Ich gebe sie an mein Kind weiter, wie meine Eltern sie mir weitergegeben haben und ich brauche niemanden, der sie für mich schützt und die Begriffe wie ein goldenes Kalb durchs Dorf trägt und abwetzt, bis sie stinkig, speckig und schäbig sind wie ein verschlissener Altherrenhemdkragen. Sie werden beschmutzt durch Menschen, die "Heimat" mit dem Schwenken von Fahnen, Blutsreinheit, unbedingter Religiosität, Ausgrenzung alles Fremden und Tschingderassabum verbinden und bereit sind, ihre rein verbale Auffassung davon, was Heimat bedeutet,  mit Gegröle, Hass und und Gewalt durchzusetzen. Ich brauche auch keine Minister, die mir erklären, was Heimat ist, aber nicht mal unsere Verfassung kennen und respektieren. Für Heimat braucht man doch eigentlich nur Wurzeln und ein gesundes Selbstwertgefühl - dann hat man auch keine Angst, die Flügel auszubreiten.








Ein Stück meiner persönlichen Wurzeln und gleichzeitig auch fränkischer Geschichte und Traditionen - also Heimat - befindet sich im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. Schon als Kind war ich dort regelmäßig mit meinen Eltern unterwegs, als das Museum noch viel, viel kleiner war und heute, Jahrzehnte später, bin ich das immer noch regelmäßig und gern. Das Museum ist ein Stück Heimat, das ich mit schönen, positiven Erinnerungen verbinde, auch eine mir wichtige Familientradition -  Heimat ohne Zwänge, ohne Absperrbänder, ohne Perfektionsanspruch, dafür mit fränkischer Gelassenheit, Weltoffenheit, Gastfreundschaft, Selbstverständnis und ohne den Zwang, sie in starre Begriffe, Protektionismus, Gesetze, Regeln und viele Ausschlusskriterien zu kleiden. Das ist für mich Heimat - im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter. Ganz ohne Minister.










Noch viel mehr Bilder aus dem Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim gibt es > hier.

Tags: Fränkisches Freilandmuseum Bd Windsheim, Heimat, Heimatministerium, fränkische Geschichte, Franken, Ausflugstips Nürnberg, Bayern, Frühling, Obstbaumblüte