Mittwoch, 30. März 2016

Engelszukunftsdeutung.

"Mir wurde Unglaubliches zu Ihrer Person offenbart: Für die Engelswelt steht fest, dass sich Ihnen ab dem Beginn des Jahres 2016 wunderbare Perspektiven eröffnen werden. Doch was noch erstaunlicher ist und mir äußerst selten widerfährt: ein Engel ist zu mir hinabgestiegen, um mir von Ihnen zu erzählen. Daher kann ich Ihnen ohne den Hauch eines Zweifels offenbaren, dass Ihnen eine unglaubliche Phase des Überflusses bevorsteht. Glück, Liebe und Geld werden Ihr Leben geradezu überschwemmen.  Dies steht unumstößlich fest. Dafür habe ich formale und unwiderlegbare Beweise. Sie können diese Schwarz auf Weiß in Ihrer großen Engelszukunftsdeutung 2016 nachlesen, die ich kostenlos für Sie vorbereitet habe."








Bei manchen Spammails verweilt man doch eine Minute und wünscht sich, sie wären wahr. Die Sache mit dem Überfluss, der Überschwemmung durch Glück, Liebe und Geld und der Unumstößlichkeit, die würde mich dann doch...
Jetzt frage ich mich nur, wie formale und unwiderlegbare Beweise für einen Engelsbesuch aussehen könnten. Als ob ich nicht über Dringenderes nachdenken müsste.

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Sonntag, 27. März 2016

Märztisch . Die unbekümmerten Osterdreier.

Auf gewisse Weise bin ich sehr traditionell und spießig. Wenn mir etwas gefällt, dann gefällt es mir und dann ist meine Zuneigung treu und ziemlich absolut, wie es auch eine Abneigung sein kann. Es kommt nur sehr selten vor, dass ich an etwas mein Herz verschenke und es mir dann ein paar Monate später nicht mehr gefällt. Kleiderfehlkäufe kommen deshalb bei mir ebenso selten vor wie der Überdruss an einem Möbelstück, Haushaltsgegenstand, Kaffeebecher oder Dekogegenstand. Wenn ich etwas mag, dann mag ich es und sehe keine Notwendigkeit, es gegen etwas anderes einzutauschen. So würde ich am liebsten das Kleid, das ich mir vor 20 Jahren gekauft habe, immer wieder kaufen, wenn es denn noch zu kaufen wäre. Dass das nicht so ist, frustriert mich jedes Mal, wenn ich ein neues Kleid brauche und Kümmel, Anis und Koriander finde ich wie vor 35 Jahren immer noch eklig. Ich bin also etwas eigen und gleichzeitig unbekümmert in bezug auf Trends, vielleicht ist das aber auch altmodisch und spießig - damit kann ich leben. Und weil das so ist, gefallen mir meine einfachen Drahteier immer noch so gut, dass ich nichts anderes an meinem diesjährigen Osterstrauß haben wollte - für mich sind sie perfekt.












Dreier also im Sinne von DRaht-EIER... und weil wir dieses Jahr Ostern zum ersten Mal nur zu dritt feiern. Es fühlt sich immer noch fremd, amputiert und völlig falsch an. Gewöhnt man sich daran irgendwann?

Mehr Österliches findet ihr > hier.
Meine anderen Monatstische > dort

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Samstag, 26. März 2016

In heaven No. 210 - Frühlingsgewitterhimmel

Kurz nach dem plötzlichen Schneetreiben im März scheint die Frühlingssonne schon wieder golden auf die steilen Dächer, während noch die letzten Flocken aus bleigrauen Himmel auf St. Peter und Paul fallen. Poppenreuther Frühlingsgewitterhimmel. Gruselfreies österliches Gespensterlicht in Fürth... mir unendlich viel lieber als die Gewitter und Gespenster, die die ganze Welt erschüttern.


Hauptstraße und Kirche St. Peter und Paul in Fürth Poppenreuth.

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe.

Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.  
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Donnerstag, 24. März 2016

Eichen.

"Eichen" wie klitzekleine Eier natürlich... "Eichen" wie der kleinste Bruder der Familie Barry aus "Hotel New Hampshire" von John Irving, einem meiner Lieblingsbücher. Eichen mit Kummer im Arm. Natürlich nicht "Eichen" wie die stattlichen Bäume. Klar. Ist ja Ostern. Und dann war da noch die Sache mit Susi und dem Bärenfell, aber das ist eine ganz andere Geschichte...





Mit Schokolade dragierte Mandeln haben den großen Vorteil, meistens eiförmig zu sein. Damit biedern sie sich geradezu unverschämt an, um an Ostern als Eier aufzutreten. Bitte, könnt ihr haben.

Für diese schnelle Osterdeko benötigt ihr nur ein paar übriggebliebene und ausgewaschene Eierschalen vom Frühstück, etwas Holzwolle, einen Korb, eine Schale oder ein großes Einmachglas und verschiedene dragierte Mandeln. Frohe Ostern! 

Mehr Österliches findet ihr > hier. 

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Creadienstag  
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Dienstag, 22. März 2016

Hop on.

Weiterhoppeln. Das könnte das Motto dieser letzten vier Monate gewesen sein. Manchmal war es eher ein Schleichen oder mühsames Kriechen und oft fiel es einfach schwer, immer einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich bewundere Menschen, die sich nach schweren Treffern kräftig schütteln, aufstehen, einmal durchatmen, sagen "Das Leben geht weiter"... und weiterhopsen können. Unbeschwert. Ich muss mir Resilienz hart erarbeiten. Aber "to hop" bedeutet zum Glück nicht nur Hoppeln, es bedeutet auch Springen, Hüpfen und Tanzen und irgendwann wird es zurückkommen, unerwartet, aus dem Hoppeln heraus. Das Schöne hilft dabei. Das Schöne im Großen und im Kleinen, im liebevollen Detail, auf das man seine Konzentration bewusst lenken kann, wenn das Weiteratmen schwer fällt. Ob in der Natur, der Stadt oder Zuhause, es finden sich so viele kleine Wunder, die das Licht und das Lächeln zurückbringen, den Tag erhellen und den Gang wieder kräftiger und flüssiger machen, Schritt für Schritt.













Nein, wir haben Ostern nicht vorgefeiert und nichts würde mir absurder erscheinen, als Osterdekoration nur wegen Fotos oder eines Blogbeitrags aufzubauen. Die Bilder zeigen die liebevolle Ostersonntags-Dekoration meiner Schwester im letzten Jahr. Denn genauso abwegig wie einen Tisch nur zu Fotozwecken Tage vor einem Fest zu decken, erscheint mir das Zeigen von Osterdeko-Ideen direkt nach Ostern, wenn das Fest vorbei ist - und bei einer realen Ostertafel wäre das ja nicht anders möglich. Zum Glück werden schöne Ideen nicht schlecht übers Jahr. :-)
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Faltanleitungen für die Origami-Osterhasen findet ihr zum Beispiel > hier, > hier und > hier.
Mehr Österliches gibt es > dort.

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Samstag, 19. März 2016

In heaven No. 209 - Heimatabend

Als ich mit diesem Blog vor etwas mehr als vier Jahren begann, dachte ich lange darüber nach, ob ich die Rubrik mit Berichten und Fotos aus meiner Region, in der ich mich sehr zuhause fühle, "Heimat" nennen darf. Ein sehr schönes, weiches, wohlklingendes Wort, das ein Herzensgefühl der Hingezogenheit und Verbundenheit mit einer Stadt, einer Region, einer Landschaft beschreibt und doch... gab es ein Zögern. Ein Zögern wegen des Missbrauchs, den dieses Wort vor 80 Jahren erleben musste und wegen der Menschen, die es annektiert, instrumentalisiert, vergewaltigt, benutzt und beschmutzt haben. Schließlich überwog aber damals das gute, warme Gefühl, das dieses Wort in mir auslöst, wenn ich an eben meine "Heimat" denke, meine Stadt, meine Region Mittelfranken und an Bayern und ich beschloss, dass genug Zeit vergangen war, um diesen Begriff endlich wieder restlos positiv zu besetzen.



Nur vier Jahre später rotten sich jetzt wieder Personen zusammen, um dieses Wort für ihre rassistischen Ideen und für die Ausgrenzung all dessen zu  missbrauchen, was sie als fremd und bedrohlich empfinden, weil sie es nicht verstehen oder weil der Futterneid stärker ist als jegliche Empathie. Ich finde, wir dürfen uns unsere Worte und unsere Sprache nicht stehlen lassen von Hetzern und Hassern, von Menschen, denen jedes Mittel Recht ist, um für ihre Zwecke Zwietracht und Dunkelheit zu verbreiten - mit und durch unsere Sprache. Denn ich liebe meine Heimat und die gehört nicht den Rassisten. 




Heimatabend in Fürth.

Als ich das Sandsteinrelief vor nicht allzu langer Zeit an einer Hausfassade bei mir ganz in der Nähe entdeckte, stand ich lange davor und dachte über den Begriff "Heimat" nach. Ich wunderte mich sehr, dass es mir noch nie vorher aufgefallen war, obwohl ich hier seit zwölf Jahren wohne. Schmunzeln musste ich auch, ist doch diese "Heimat." auf die gleiche Weise mit einem Punkt begrenzt, wie ich schon immer meine Rubriken und Postthemen gerne schreibe. Streng genommen geht das gar nicht, besteht ein Satz grammatikalisch doch immer mindestens aus Subjekt und Prädikat. Aber manche Wort bedürfen keines Tuns und keines Brimbamboriums mehr, weil sie für sich schon schön und gut und stark und ausreichend sind. Heimat und Punkt.

Sehr gute Denkanstöße zum Missbrauch von Worten unserer Sprache hat Indre diese Woche gegeben.
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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe.
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.  
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Donnerstag, 17. März 2016

Krokusfrühling.

Trotzig in Decken eingemummelt saßen wir gestern am Spätnachmittag zum ersten Mal in diesem Jahr im Fürther Stadtparkcafé und bestanden darauf, dass jetzt Frühling ist. Die Krokuswiese gab alles, die frühlingshafte Sonne war auch da, nur die Temperaturen und der Wind waren ganz anderer Meinung. Manchmal muss man konsequent sein - vielleicht kann man die frühlingshaften Temperaturen dann einfach durch einen Biergarten-Sitzstreik herbeitrotzen, auch wenn die anderen Cafégäste einen für völlig bekloppt halten, wie sie da im Inneren auf ihren Polsterstühlen vor dem Kaminofen sitzen...











Pat und Patachon in der Spätnachmittags-Frühlingssonne in Fürther Stadtpark.

Zwischen den Fotos liegt ungefähr eine Stunde Zeitunterschied und ein großer Milchkaffee - genug für die Krokusse, um sich schon mal bettfertig zu machen, wenn die Sonne immer längere Schatten wirft und sich anschickt, bald schlafen zu gehen...
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