Samstag, 31. Dezember 2016

Auf ein Neues.

Und wieder geht heute ein Jahr zu Ende. Ein Jahr, das für uns eine sehr aufwühlende, anstrengende Zeit war. Mehr neue Herausforderungen, mehr unfreiwillige Beschäftigung mit Vergangenheit und Zukunft, mehr Aufwühlendes, mehr Schmerzhaftes, mehr Erschütterndes, mehr fassungslos Machendes, mehr, als ich irgend jemandem ernsthaft wünschen würde. Manchmal hat es sich so angefühlt, als solle dieses Jahr ein komischer Test sein, wieviel ich und meine Contenance aushalten können. Mal hab ich gewonnen, mal nicht. Es gab wunderschöneMomente voller Licht und Glanz, in denen ich diesem komischen Plan ein Schnippchen schlagen und mich ausklinken konnte, um ganz bei mir zu sein und schließlich... ich habe es überlebt. Auf jeden Fall werde ich dieses Jahr sicherlich nicht so schnell vergessen. Mir selbst und euch allen wünsche ich ein kommendes Jahr mit viel mehr Frieden, Leichtigkeit, Lachen, Licht, Ruhe und Gesundheit und besonnenen, klugen, freundlichen Menschen um euch herum. Macht das Beste daraus! 

Ein kleiner Rückblick auf das vergangene Blogjahr soll dieses abschließen. Ein Klick auf das jeweilige Bild fürt euch zu den Blogposts dieses Monats zurück... wenn ihr wollt.

Januar 2016

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Raumfee Jahresrückblick 2016, Gutes Neues Jahr, Neujahrswünsche

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Dezembertisch . Der weihnachtliche Ausklang

Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns. Wir sind in diesen Tagen um Beulen am Auto, einen Rohrbruch, schöne Eindrücke und liebe Gaben und die Hüften um einen Ring reicher geworden und die Welt der Lebenswegbegleiter um einen Cousin, einen George und eine Prinzessin Leia ärmer. Während sich meine familiäre Welt und die der Menschen, mit deren Filmen und Musik ich aufgewachsen und erwachsen geworden bin, immer mehr und schneller ausdünnt, scheint auch der Strudel an kleineren und größeren Malesten immer mehr Fahrt aufzunehmen. Oft gar nicht so einfach, nicht mitgerissen und weggespült zu werden. Den Anker auswerfen in rauher See, wieder und wieder... ist anstrengend. Meine so klein geschrumpfte Familie ist ein solcher Anker, zu der die Welt dann auch mal keinen Zutritt hat und weitere Katastrophen bitte draußen bleiben. Gemeinsame Zeit in Zeitlupe.



So könnte man auf den ersten Blick auch meinen, unser Tisch im Dezember wäre immer noch der selbe wie im November. Aber... ja und nein. Während der graugugelhupfige Adventskranz vom 1. Advent nämlich noch im November zu meiner Schwester umgezogen ist, hat hier ein kupfergugelhupfiger Adventsbruder seinen Platz eingenommen und erleuchtet uns seitdem die Weihnachtszeit. Und da sind sie auch wieder, die Rehe vom vorletzten Jahr. Gehören auch zur Familie Slowmood.



Hyazinthen gehören übrigens zu den Spargelgewächsen, wusstet ihr das? Vom Verzehr würde ich aber trotzdem dringend abraten, das würde wohl niemandem bekommen. Für mich sind sie jeden Winter geliebte Symbole der Hoffnung. Darauf, dass der Winter, das Grau, die Dunkelheit irgendwann ein Ende hat und das Leben, das Licht und die Freude zurückkehrt - unaufhaltsam, umwerfend, duftend und mit aller Macht. Muss.

Kupfer-Gugelhupf: Erbstück
Holzdose: Gebrauchtwarenhof
Steckmoos und Stacheldrahtpflanzen: Gartencenter
Tannenbäumchen und Kerzen: Depot


Monatstische 2016

Meine anderen Monatstische findet ihr alle > hier.

verlinkt mit:  
12tel-Blick bei Tabea
Creadienstag
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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Weihnachten.

Egal wo ihr lebt, wo ihr geboren wurdet, welche Hautfarbe ihr habt und an welchen Gott ihr glaubt...

Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen ein friedliches Weihnachtsfest mit euren allerliebsten Menschen.

Einer der acht kleinen Engeln, die wir als Kinder zusammen mit unseren Eltern auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt gekauft haben und der seit über 40 Jahren jedes Jahr den Weihnachtsbaum im Elternhaus schmückte. Dieses Jahr fliegt und singt er zum ersten Mal bei mir. Für immer.
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Dienstag, 20. Dezember 2016

Von Märchen, Glühwein und Orks.

Am Sonntag stürmten die Heere der fiesen, zähnefletschenden Orks auf den einsamen Berg zu, wo die arroganten Herrscher der Menschen, Zwerge und Elben gerade dabei waren, ihre Soldaten ohne Rücksicht auf Verluste aus verletztem Stolz, Narzissmus, Macht- und Geldgier gegeneinander zu hetzen und in Tod und Verderben zu stürzen. Während die Anführer, machtgeil und geblendet vom Gold, stur auf Krieg beharrten, beschämten die Gutmenschen in den jeweiligen Lagern ihre kaltherzigen Kriegsherren durch selbstlose Menschlichkeit, gegenseitige Unterstützung, mutige Zivilcourage und heldenhafte Liebe. Die vermeintlichen Gegner besannen sich schließlich, verbündeten und unterstützten sich und stampften mit empathischem Teamgeist und etwas Magie alle gemeinsam die seelenlosen Orks in Grund und Boden. Ein weiser alter Mann, ein herzensguter Hobbit, mutige Menschen, viele Zwerge, mehr Elben, von allen die besten mit Herzensbildung, noch mehr Orks und so viele Déjà vus.

Am Samstag hatte ein netter Professor für Literatur auf Facebook den gut gemeinten Rat gegeben, den Kindern doch wieder mal richtige Märchen vorzulesen... und wurde dafür vom Mob verhöhnt und niedergemacht. Von einem Mob, der Märchen für völlig veraltet, lächerlich und überflüssig hält. Ich stand mit meiner Zustimmung auf fast verlorenem Posten.

Orks haben keine Eltern, die sie geliebt, ihnen von der Welt erzählt und ihnen Märchen vorgelesen habe. Sie werden aus Schlamm geboren und von anderen Orks durch Kaltherzigkeit und Hass konditioniert. Wer selbst nie Verfolgung, Not, Angst und Krieg erlebt und auch keine Eltern hat, die noch von dem Grauen aus erster Hand erzählen könnten... wer unter empathielosen Menschen aufwächst und seine Bildung fast ausschließlich aus seiner persönlichen Filterblase bezieht... wer ohne humanistische Vorbilder und ohne die moralischen Instanz von Märchen aufgewachsen ist... der wird womöglich zwangsläufig ein Ork.

Ich glaube, sehr vielen Kindern werden heute keine traditionellen Märchen mehr vorgelesen und die erwachsenen Kinder verstehen deshalb auch die Parabeln und den Sinn hinter den Märchen nicht mehr. Das herzliche, bescheidene Gute gegen das kaltherzige, gierige Böse... doch am Ende siegt immer das Gute und wird reich belohnt, während das Böse seine gerechte Strafe erhält. Sei einfach kein Arschloch... das ist die so einfache wie nachvollziehbare Moral hinter allen traditionellen Märchen, völlig unabhängig davon, welchem Kulturkreis sie entstammen. Herzensbildung.
Für die heutigen Erwachsenen hätten wir vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren viel mehr traditionelle Märchen gebraucht und dazu herzenswarme Eltern, die sie vorlesen. In einer Welt, in der die Gier, der Narzissmus und das Böse immer öfter gewinnt, brauchen wir Märchen dringender denn je, davon bin ich fest überzeugt. Wir brauchen keine frühkindliche Förderung mit Mandarin und Kniggeschule, sondern deutlich mehr Herzensbildung. Deshalb schließe ich mich dem Wunsch an, dass wieder mehr Eltern ihren Kindern Märchen vorlesen. Ich glaube, Kinder brauchen viel mehr Märchen.

Und der Glühwein? Der Glühwein sollte an dieser Stelle als Hommage an das Gefühl der Weihnachtszeit und an traditionelle Weihnachtsmärkte stehen. Ein Stück real erlebbare Märchenwelt als Insel in der momentan oft eiskalten Realität. Gemeinsam über den Weihnachtsmarkt bummeln, hier und dort naschen und, den Weihnachtsbaum schmücken und eingemummelt auf der Couch zusammen mit den drei Nüssen für Aschenbrödel den restlichen Abend verbringen, ist für mich die Umschreibung meines Weihnachtsgefühls schlechthin.
Und dann der gestrige Abend. Unschuldige Menschen, ermordet und verletzt auf einem Weihnachtsmarkt, von einem hasserfüllten, verblendeten Ork. Und dann sofort tausende weitere, die hasserfüllt und empathiebefreit direkt danach die Opfer und ihre trauernden Angehörigen dieses feigen Mordanschlags für ihre politische Propaganda instrumentalisieren und dabei nicht mal merken, dass sie damit keinen Deut besser sind als der Mörder selbst. Orks.


Als ich gestern am späten Abend einem Freund von meinem eigentlich geplanten Post für heute erzählte, sagte er, dass ich diesen Post gerade deswegen erst Recht schreiben sollte. Weil diese mit Worten und Taten hetzenden und mordenden Orks sonst gewonnen hätten. Und er hat Recht.
Wo das Ziel ist, uns durch Terror, Mord, Angst, Panikmache, Schuldzuweisungen und tumbe Hetzerei unsere Freiheit zu nehmen und die Gesellschaft zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen, um sie zu zerstören, da ist die einfachste Form von Protest, genau das nicht zuzulassen.
Meine Empathie gilt den Opfern und den Angehörigen feiger Mordanschläge, die nichts anderes wollten, als sich friedlich gemeinsam in der Öffentlichkeit zu bewegen - so wie die meisten Terroropfer weltweit. Mein Mitgefühl gilt auch den Augenzeugen und Rettungskräften.
Meine Angst, meinen Hass und vor allem meine Freiheit, die kriegen die Orks dagegen nicht - völlig egal, woher sie kommen, welche Nationalität sie besitzen, an welchen Gott sie angeblich glauben und welcher Partei sie angehören. Fuck you.

Deshalb bleibe ich (trotzig) bei meiner zumindest kleinen Hommage an das Weihnachtsgefühl. An sinnlich duftende, wärmende Gewürze und das Gefühl von Menschlichkeit, Daheimsein und Geborgenheit. Kein Orkgefühl.


Glühwein-Gelée

Zutaten (für 3 Gläser à 400g):

1 Flasche halbtrockener Rotwein (hier: Dornfelder),
1 Flasche Heidelbeerwein (oder anderer Beerenwein oder auch nur Rotwein - dann wird es vielleicht etwas herber)
400g Gelierzucker 3:1
15 Nelken, 6 Zimtstangen, 6 Sternanis, 6 Kardamom-Kapseln, 6 Piementkörner, 1 Vanilleschote, 1 Stück Ingwer
Mit dem Sparschäler abgeschälte Schale von je einer Bio-Orange und Zitrone (oder fertiges Glühweingewürz
3 Schraubdeckelgläser à ca. 400ml

Zubereitung:

Beide Weine zusammengießen und gemeinsam mit den Gewürzen ca. 15 Minuten kochen lassen. Dabei verdampft ein Teil Flüssigkeit und der Alkohol. Dann durch ein Teesieb abgießen.
Gelierzucker zum Wein dazugeben, umrühren und nochmal 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In der Zwischenzeit die Gläser heiß spülen.
Das heiße Gelée in die vorbereiteten Gläser füllen, Deckel drauf, fertig.

Ein märchenhaftes Mitbringsel zum Weihnachtsessen, perfekte Füllung für Plätzchen und so weihnachtlich lecker auf dem Frühstücksbrot.

Und heute Abend... gehe ich auf unseren Weihnachtsmarkt. Jetzt erst recht.

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Creadienstag


#berlin #breitscheidplatz #weihnachtsmarkt #glühwein #glühweingelée #meineangstkriegtihrnicht #orks #hasssucks

Samstag, 17. Dezember 2016

In heaven No. 244 - Paralleluniversum

Die asozialen Netzwerke sind nichts für mich. Diese Erkenntnis nehme ich in die letzte Woche vor Weihnachten mit. Eine solche Konzentration an Ignoranz, Empathiefreiheit, Narzissmus, an übelkeitserregendem, rassistischem, tumbem, aggressivem Hass und an Paralleluniversen ist mehr, als ich ertragen kann. Ginge man davon aus, dass der Mob, der sich auf FB in Kommentaren erbricht, einen repräsentativen Meinungsquerschnitt Deutschlands darstellen würde, dann ist der Gedanke an das Aussterben der Menschheit auf einmal eine reizvolle Option. Dann ist da für einen Sekundenbruchteil dieses Bild... wie alle jene hasserfüllten Hetzer in Flugzeuge strömen, die vermeintlich nach Malle fliegen sollen... und dann mit einem Fallschirm über Ost-Aleppo....... kick. Das Bild brennt sich ein.

Städtisches Paralleluniversum zwischen Fastfoodkaschemme und Discounter.

Die Ruhe bewahren, wieder und wieder, argumentieren, aufrecht stehen, nicht wanken - ein Aufgabe, die mich zunehmend überfordert. "Halt einfach deine dumme Fresse!" wird auf einmal zwangsläufig zu dem, was einem selbst ab und zu als erstes auf der Zunge liegt und jemandem ins Gesicht gespuckt werden möchte, weil es einfach irgendwann genug ist. Mehr als genug. Man erschrickt über sich selbst.
Eine Alternative wäre, sich aus Selbstschutz in (a)sozialen Netzwerken auch ein Paralleluniversum zu schaffen, indem man konsequent jeden Schlechtmensch blockiert. Aber wer stellt sich dann der sich immer weiter gegenseitig hochschaukelnden Dummheit, Anmaßung, Hetze und dem Hass entgegen? Das ist also auch keine Lösung. 

Der Mond... bleibt immer ruhig und gelassen.

Zumindest eine Auszeit muss aber sein - um nicht zum dauerfremdschämenden Menschenhasser zu werden, den Meinungsquerschnitt der Gesamtbevölkerung wieder gründlich gesundzurelativieren und seine eigene Explosionsschwelle wieder auf ein Normalmaß zu regulieren. Facebook-Heilfasten zu Weihnachten für den eigenen inneren Frieden.

Schall... und Rauch.

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe.  Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.
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Donnerstag, 15. Dezember 2016

Sternreich . Wortarm






Ritterstern mit zwölf Blüten . Entstanden aus Ruinen . Mal wieder. Hoffnungssterne
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Dienstag, 13. Dezember 2016

In jeder Finsternis leuchtet ein Stern.

So lautet ein Sprichwort unbekannter Herkunft. Bedeuten soll es wohl, dass es immer irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels gibt - oder eben einen Stern in finsterster Nacht. Ich fürchte, die Menschen in Aleppo können einen solchen Stern im Moment nicht sehen. Während wir hier in Europa die Möglichkeit haben, die stillste und friedlichste Zeit des Jahres zu feiern, herrscht an anderen Orten auf der Welt nichts als Gewalt, Menschenverachtung und Mord. Völkermord. Während uns hier "Last Christmas" und "Kling Glöckchen, Klingelingelingeling" in Dauerschleife sanft in den Kopf penetriert wird, wird er anderen Menschen gerade wahllos weggeschossen. Auf seinem Vernichtungsfeldzug gegen das eigene Volk führt Assad mit Putins Hilfe zur Stunde Massenhinrichtungen an Zivilisten, Journalisten, Ärzten, Frauen und Kindern durch. Während der Massenmörder von Russlands Gnaden ungerührt und unbehelligt von der restlichen Welt und der UN die Zivilbevölkerung Aleppos auslöscht, feiern unsere Nachrichtenseiten Berichte über Sarah und Pietro, den von Trump profitierenden deutschen Aktienmarkt und Schneefall in den USA. Wegsehen und Singen macht die Tatsachen nicht weniger barbarisch und grausam. Ich fürchte, Aleppos Kinder sehen heute keinen Stern am schwärzesten aller Himmel. Auch meinen nicht.





"Während ein Feuerwerk abgebrannt wird,
sieht niemand nach dem gestirnten Himmel."

(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, 1911)



Eine Anleitung für die Holzkugelsterne und Perlensterne erübrigt sich in diesem Fall.
Diese findet sich tausendfach im Netz, zum Beispiel > hier.


Verlinkt mit:
Creadienstag 
Aleppo, Völkermorde, WashatdasallesmitBastelnzutun, DIY Holzkugelstern, Do it yourself, Basteln für Weihnachten, Stern basteln, Weihnachtsdeko, Weihnachten, Basteltip Weihnachten 
#SaveAleppo#SaveHumanity 

Samstag, 10. Dezember 2016

In heaven No. 243 - Halo

Meistens denkt man doch, dass nur der Himmel über der weiten Fläche und Richtung Horizont bezaubernde Dinge tun kann. Dann bringt man seinen Müll weg, schaut quer über Recyclinghof und Rangierbahnhof Richtung Südstadt und bekommt eine kostenlose Vorführung der Gimmicks, die der Himmel so drauf hat, wenn er will. Kurz vor dem Verschwinden der Sonne an diesem Tag schickt er ein dramatisches Halo über die Stadt. Einer dieser Momente, in denen ich mich besonders reich beschenkt fühle. Reich, weil es außer mir niemand gesehen oder beachtet hat in der geschäftigen, städtischen Betriebsamkeit. Beschenkt, weil es mich direkt ins Herz getroffen und lächeln gemacht hat.


Ein Halo entsteht, wenn das Sonnenlicht durch Eiskristalle in den Wolken gebrochen wird und sich dadurch in seine Spektralfarben aufgliedert. Ein punktueller Eisregenbogen... sozusagen.
 

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken. 
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Gewonnen!
Und hier kommt noch die Verkündung der Gewinnerin der Buchverlosung von "Alles Papier" von Sonja Egger. Auf 40 Inspirationen für DIY-Projekte aus Papier darf sich laut Zufallsgenerator Kommentar Nr. 8 aus 40 freuen: momofp2/Sabine
Liebe Sabine, da du keinen Blog und keine hinterlegte Mailadresse hast, hoffe ich, du kommst hier nachschauen. Mail mir bitte deine Adresse, damit das Buch schnellstmöglich zu dir reisen kann.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Alles Papier.

Dass Sonja Egger ein Händchen für Papier und Schere, eine schier unerschöpfliche Kreativität und ein sicheres Stilempfinden hat, dass wissen alle, die ihren Blog "ars pro toto" regelmäßig lesen. Wo man grade noch gedacht hat, im Bereich Basteln mit Papier hätte man schon alles gesehen, fällt ihr immer wieder etwas Neues ein. Die treffsicheren Illustrationen ihrer Papierarbeiten verraten ihren Hauptberuf als Illustratorin zahlreicher Kindbücher und ihre phantasievollen Scherenschnitte, die ich persönlich ganz besonders bewundere, sind so filigran und berührend, dass man sich ihnen nicht entziehen kann - wohl wissend, dass man das selber nie so hinkriegen würde. Deshalb habe ich mich auch gefreut, dass ich in ihrem neuen Buch "Alles Papier" die Vorlage für einen einfachen Scherenschnitt als Klappkarte gefunden habe, der die Architektur als mein Metier mit ihrer Papierkunst verbindet und den ich auch als Semigrobmotoriker umsetzen konnte.



Nach der schönen Weihnachtsschachtel, die ich euch am Dienstag gezeigt habe, entstanden so nach Sonjas Anleitung und ein bisschen Herumprobieren mit dem richtigen Vergrößerungsfaktor zwei Klappkarten in unterschiedlicher Größe, die jetzt unser Bücherregal weihnachtlich beleuchten. Eine kleine, nächtliche Winterstadt. O.K.... Stadtteil.

Das Buch macht Freude beim Durchblättern. Es liefert nicht nur 40 Papierprojekte mit den entsprechenden Anleitungen und Druckvorlagen, die sich aufgrund der guten Erklärungen leicht nachbasteln lassen, sondern auch das notwendige Basiswissen über Papier, Verarbeitungstechniken, Bearbeitungswerkzeuge sowie über  Falz-, Schneide- und Klebetechniken, um das Material und die Anleitungen auch zu verstehen. 
Welche Papiersorten gibt es und für was kann ich sie verwenden? Was ist eine Berg- und eine Talfalte und wie wird das auf der Faltanleitung dargestellt? Wie finde ich die Papierwalzrichtung heraus? Welches Schneidwerkzeug verwende ich für was? Wie stelle ich Papmachée her? Wie fertige ich selbst einen Stempel an? All diese Fragen rund um das Arbeiten mit Papier und noch viele Dinge mehr werden in diesem Buch beantwortet.

Am Ende findet sich neben den Druckvorlagen und einer Sammlung schöner Musterpapiere zum Heraustrennen und direkt Losbasteln auch eine Übersicht, die den Schwierigkeitsgrad und die Herstellungsdauer der verschiedenen Projekte bewertet, so dass sich jeder die zu seiner Geschicklichkeit und Geduld passenden Ideen zum Nachbasteln aussuchen kann. Bei den beiden Vorschlägen, die ich nachgebastelt habe, kommen diese Angaben sehr gut hin.



Ein Adventskranz aus Karton zum Mitnehmen, ein Ring aus alten Büchern, Masken für Eier und Menschen, Faltmappen und Leporellos, Verpackungen und Leuchtobjekte, Papierblätter als Magnete oder ein einzigartiges Geschmeide aus vergoldetem Karton - eine Wundertüte voller Ideen rund um den Werkstoff Papier findet sich in diesem Buch und liefert neben der Möglichkeit des exakten Nachbastelns anhand der Druckvorlagen auch Inspiration die Ideen weiterzuspinnen, die Techniken zu übertragen und für andere Projekte anzuwenden.

Ein durch und durch empfehlenswertes Buch, hochwertig gedruckt und aufbereitet. Dass da viel Ideen, Zeit und Herzblut drinstecken, ist deutlich erkennbar. 
Verbesserungswürdig finde ich allein die Vorlagen, die sehr dicht zur Bindung gedruckt und schwierig verzerrungsfrei zu scannen oder größer zu kopieren sind, ohne das Buch zu beschädigen. Die Vorlagen heraustrennbar zu machen, oder als Schnittmusterbogen hinten im Buch in einem Einstecker zu verwahren, wäre mein Vorschlag für die nächste Auflage.

"Alles aus Papier" von Sonja Egger ist 2016 im Schweizer Haupt Verlag erschienen.
Meine Empfehlung als Weihnachtsgeschenk für alle , die gerne mit Papier hantieren.. am besten für euch selbst. :-)
Eine Verlinkung zu irgendwelchen Online-Buchbestellportalen füge ich hier nicht ein - ich würde mich freuen, wenn ihr es bei Interesse in eurem örtlichen Buchhandel kauft. Wenn es nicht vorrätig ist, wird es sicherlich gerne kurzfristig für euch bestellt.

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Und weil Sonja nicht nur kreativ, sondern auch nett ist, hat sie mir ein Exemplar ihres Buches zur Verfügung gestellt, dass ich an euch verlosen darf.
Wer also bis Morgen Abend, Freitag, 9. Dezember hier kommentiert und seinen Gewinnwillen kund tut, der kommt in den Lostopf und kann mit etwas Glück das Buch bereits Anfang kommender Woche in Händen halten und losbasteln. Die glückliche Gewinnerin gebe ich am Samstag bekannt.
Basteln mit Papier, Alles Papier, Sonja Egger, Falten, Scherenschnitt, Lichthäuschen, hinterleuchteter Scherenschnitt